Grundlagen der Bachblütentherapie

Die Bachblütentherapie geht auf den britischen Arzt Edward Bach zurück und basiert auf seiner These, dass seelische Disharmonie körperliche Krankheit verursache. Eine Übersicht über Konzepte und Begriffe.

Bachs Grundannahme

Bach unterschied zwischen Körper und „Persönlichkeit". Er sah Krankheit nicht als Ergebnis von Erregern oder physiologischen Vorgängen, sondern als Folge eines Konflikts zwischen der „höheren Seele" und der Persönlichkeit. Heilung sollte deshalb nicht am Symptom ansetzen, sondern an der seelischen Verstimmung.

Aus dieser Sicht entwickelte er ein System von 38 Pflanzenessenzen, von denen er glaubte, dass jede eine bestimmte negative Gemütsverfassung in ihr positives Gegenstück verwandeln könne — etwa Angst in Mut oder Unsicherheit in Vertrauen.

Die sieben Gruppen nach Bach

Bach selbst ordnete seine Blütenmittel sieben „Seelenzuständen" zu:

Vollständige Auflistung mit jeweiliger Indikation: Die 38 Blüten.

Was Bachblüten nicht sind

Verbreitung in Deutschland

Bachblüten sind in Deutschland in Apotheken, Drogerien und im Versandhandel frei erhältlich. Sie werden meist als alkoholische Tropfen (27 % Brandy), seltener als alkoholfreie Globuli oder Sprays angeboten. Eine Therapeut:in-Konsultation ist nicht erforderlich, viele Anwender:innen wählen die Mittel selbst nach Indikationslisten aus.

Häufige Fragen

Sind Bachblüten Homöopathie?

Nein. Sie folgen einem anderen Konzept (Schwingungs­energie statt Ähnlichkeitsprinzip) und einer anderen Herstellungsmethode (Sonnen- oder Kochmethode statt Potenzieren). Beide Verfahren sind aber wissenschaftlich umstritten und werden in einem ähnlichen Marktumfeld vertrieben.

Brauche ich eine Heilpraktiker:in für die Anwendung?

Nein. Bachblüten sind frei verkäuflich und dürfen ohne fachliche Begleitung eingenommen werden. Bei körperlichen oder psychischen Beschwerden sollte trotzdem ärztlicher Rat eingeholt werden.